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DIE "ATMENDEN WÄNDE"
Winddichte Wände: Biologischer Unsinn oder Sparsamkeit? Krieg der Meinungen zwischen „Baubiologen“ und „Energiesparern“. Die einen wollen atmungsaktive Wände, die anderen bevorzugen winddichte Gebäudehüllen um hohe Heizenergiekosten zu vermeiden. Auf diese Art verhindert die „Atmungsaktivität“ ungewollt die Entwicklung hin zum Niedrigenergie- und Passivhaus. Die Wahrheit ist, dass atmungsaktive Wände sinnlos sind und dass bei allzu durchlässigen Wänden sogar Feuchteschäden (Schimmel) entstehen können.
Windundichte Wände haben unangenehme Zugerscheinungen und Bauschäden durch Feuchteausfall zur Folge. Nicht zuletzt wird viel Energie verschwendet. Das Märchen von den atmungsaktiven Wänden sollte nicht mehr erzählt werden, denn der Energieverlust durch Fugen und Ritzen steigt im Verhältnis zu den immer besser gedämmten Wänden und kann diese sogar überwiegen.
Verstaubte Theorien
„Atmen“ bedeutet im biologisch gesehen Austausch verbrauchter Luft gegen sauerstoffreiche Frischluft. In diesem Sinne können Wände nicht in sich selbst atmen, sondern das Gebäude wird durch luftdurchlässige Wände quasi beatmet – so meinen es zumindest die Anhänger der „Wand-muss-Atmen-Theorie“. Ein altes Gedankenmodell, das sich noch in manchen Fachkundebüchern findet: Die Durchlässigkeit der Baustoffe...sorgt für Luftwechsel in den Räumen“ (Appold u.a.: „Fachkenntnisse Zentralheizungs- und Lüftungswärmebauer“, S. 117, Handwerk und Technik 1992). Die dafür erforderliche Anschubenergie liefert das Druckgefälle infolge Winddruck bzw. Windsog auf den Aussenwänden und im Winter thermische Druckunterschiede. Diese Theorie ist auf über hundert Jahre alten Denkmodellen zurückzuführen. Putz dichtet Die These von der Luftdurchlässigkeit verputzter Wände wurde bereits 1928 wiederlegt (Raisch, E.: „Die Luftdurchlässigkeit von Baustoffen und Baukonstruktionen“). Seit rund 80 Jahren weiss man also, dass verputzte Wände winddicht sind. Ist eine Wand winddurchlässig, so liegt ein Bauschaden vor, der sich durch zugiges Raumklima bei starken Winden bemerkbar macht. Fugen und Ritzen sichern niemals den hygienisch erforderlichen Luftaustausch eines Raumes. Ausserdem schlägt sich an unterkühlten Wänden die Feuchtigkeit der warmen Raumluft nieder, was schnell zu unkontrollierter Schimmelbildung führen kann.
Fenster auf! Nach wie vor gibt es nur ein Mittel, Gebäude ausreichend zu belüften: Fenster auf! Bei Fenstern mit Doppelfalz und dauerelastischer Dichtung (seit Jahren Standard – DIN 18055) ist das Lüften über geöffnete Fenster sogar unbedingt erforderlich. Eine hygienische Alternative zur unkontrollierten Fensterlüftung ist die kontrollierte Wohnungslüftung. Andere Bücher zum Thema Baubiologie suchen: Alle Links auf einen Blick: aktuell ausstellung fertigbauhäuser hennig haeuser wohnpark zimmerei kunststoff-fenster kreativer innenausbau dachfenster XXL türen, tore u. antriebe anbau / aufstockung referenzen zertifizierung partner portrait kontakt impressum |